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Sitzung des Marktgemeinderates Velden vom 14. September 2016 - Pressebericht

von Redaktion

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Die Entwicklung im Betreuungsangebot und eine zu erwartende erfreuliche Steigerung der Geburten macht die Erweiterung des Eberspointer Kindergartens notwendig. Dazu wurde dem Marktgemeinderat mit einem aussagekräftigen 3-D-Modell der erste Planungsentwurf des Architekturbüros Kirchmair und Meierhofer aus Untergangkofen für einen An-und Umbau vorgestellt.

Der markante Bau des bestehenden Kindergartens soll auf der Süd- und Westseite mit einem modernen zweigeschossigen Anbau erweitert werden. Die Herausforderung ist ein stimmiges Verschmelzen der beiden Baukörper. Im Entwurf ist der Anbau mit einem Flachdach und einem umlaufenden Balkon gestaltet, damit eine gute Lichteinwirkung und Aufenthaltsqualität erreicht werden. Basis des Entwurfs sind das Raumprogramm sowie die Abstimmung mit der Gemeinde und der Leitung des Kindergartens. Die vier Gruppenräume erhalten jeweils einen Nebenraum und einen Intensivraum.

Im Erdgeschoss sind die Verlegung des Eingangsbereichs, ein Speisesaal neben dem Haupteingang, die Änderung des Treppenhauses als zentraler Bereich, die Schaffung eines „Luftraums“ als verbindendes Element zwischen den Geschossen sowie zwei Gruppenräume und das Büro der Leitung vorgesehen. Im Untergeschoss werden zwei Gruppenräume sowie ein Schlafraum mit vorgelagertem Ruheraum vorgeschlagen. Wenig bauliche Veränderungen, dafür aber Umnutzung in Personalräume, Teeküche und Besprechungszimmer weist die Planung für das Obergeschoss im Baubestand auf.

In der Beratung beantworteten Architekt Kirchmair und Bürgermeister Ludwig Greimel eine Reihe von Fragen. Ein Neubau des gesamten Kindergartens würde die Kosten für die Erweiterung deutlich übersteigen. Zudem ist der Altbau recht gut erhalten und befindet sich in einer schönen exponierten Lage des Ortes. Der Entwurf wird neben der Abklärung mit dem Landratsamt und der Regierung intensiv mit dem Personal der Einrichtung besprochen. Der An- und Umbau kann im laufenden Betrieb des Kindergartens abgewickelt werden. Durch die Überlegungen für eine Holzständerbauweise kann die Bauzeit im Vergleich zu einer konventionellen Lösung reduziert werden. Für den Kindergarten Eberspoint gibt es mit der Nachbargemeinde Wurmsham eine Zweckvereinbarung, so dass die Nachbargemeinde in die Planung und letztlich auch die Mitfinanzierung gemäß der geltenden Bestimmung einbezogen wird. Die Anregung aus dem Gremium, in Eberspoint als zukunftsträchtige Lösung gleich einen fünfgruppigen Kindergarten zu schaffen, hielt der Bürgermeister für überzogen. Fünfgruppige Einrichtungen sind eher die Ausnahme und werden von der Fachaufsicht absolut nicht favorisiert. Es hat auch keinen Sinn, den Kindergarten über den langfristig zu erwartenden Bedarf hinaus zu erweitern. Mit den fünf Gruppen in Velden, künftig vier Gruppen in Eberspoint und dem in absehbarer Zeit anstehenden Neubau eines Kindergartens in Velden werden voraussichtlich 325 Plätze geschaffen, die deutlich über der jetzt vorhandenen Kapazität liegen.

Der Marktgemeinderat nahm das Planungskonzept des Architekturbüros Kirchmair und Meierhofer für die Erweiterung und Umgestaltung des Kindergartens Eberspoint zur Kenntnis. Auf dieser Grundlage soll die konkrete Abstimmung mit dem Kreisjugendamt, der Regierung von Niederbayern als Förderstelle und dem Personal des Kindergartens erfolgen. Aufbauend auf das Ergebnis und die weiteren Ausarbeitungen des Architekturbüros zur Planung und zur Kostenschätzung wird über das weitere Vorgehen entschieden.

Schnell abgehandelt waren Urkunden für den Verkauf von Baugrundstücken und die Behandlung von Bauanträgen. Der Erweiterung der bestehenden Dienstfahrtversicherungen mit einer Rabattverlustversicherung stimmte das Gremium zu.

Breitbandausbau

Mit einem Schreiben vom 20.07.2016 hat das Landratsamt Landshut angefragt, ob die Gemeinde für das Breitbandförderprogramm des Bundes eine Förderung von Beratungsleistungen plant bzw. beantragt. Durch die Anfang Juli bekannt gegebene Förderrichtlinie besteht nunmehr die Möglichkeit, dass die Landkreise auch dann Förderanträge für Beratungsleistungen stellen können, wenn sie selber keine eigenen Ausbauprojekte planen. Im Wirtschaftsausschuss des Landkreises wurde die Verwaltung bereits beauftragt in Abstimmung mit den Gemeinden entsprechende Förderanträge vorzubereiten. Allerdings ist keine Doppelförderung möglich und der Landkreis wird daher nur für die Gemeinden tätig, die kein eigenes Engagement im Bundesprogramm planen. Um eine Planungsstudie mit den Ausbaupotentialen und den Lücken sowie Vorschläge für das weitere Vorgehen zu erstellen, ist diesbezüglich das Einverständnis der Gemeinde zu erklären. Der Marktgemeinderat stimmte der Mitwirkung an der gemeinsamen Planungsstudie auf Landkreisebene zu.

Lob für den Mittelaltermarkt

Mit einer Reihe von Fotos berichtete Bürgermeister Ludwig Greimel über den Mittelaltermarkt, der am ersten Wochenende im September erstmals in Velden stattgefunden hat. Er zollte den Veranstaltern ein großes Lob für die gute Organisation. Der Aufbau der vielen Lager und Aufenthaltsbereiche sowie das Programm waren von hoher Qualität. Von den Teilnehmern der verschiedenen Gruppen, den Fieranten und von vielen Besuchern hat der Bürgermeister eine sehr positive Rückmeldung erhalten. Die Organisatoren aus Velden haben jetzt einen Verein gegründet und wollen den Mittelaltermarkt am ersten Wochenende im September 2017 wieder veranstalten. Aus Sicht des Marktes Velden ist dies sehr begrüßenswert.

Mit aktuellen Fotos berichtete der Bürgermeister über die laufenden Bauarbeiten zur Schaffung einer ökologischen Ausgleichsfläche für das Baugebiet „Am Kornfeld“. Auf dem in der Viehweide neben dem Freizeit- und Erholungsgelände erworbenen Grundstück wird der Atzmannsdorfer Graben renaturiert und gleichzeitig als Hochwasserschutzmaßnahme umgestaltet.

Nach einigen Anfragen waren im längeren nichtöffentlichen Teil noch Grundstücksangelegenheiten und Auftragsvergaben zu beraten.

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