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Sitzung des Gemeinderates Wurmsham vom 22. August 2016 - Pressebericht - Teil 1

von Redaktion

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Gasthaus Seifriedswörth als Treffpunkt und Belebung für das Dorfbild
Planung für die Renovierung des Wirtshauses in Seifriedswörth ist fertiggestellt

Zu Beginn der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellte Bürgermeisterin Maria Neudecker den Mitgliedern des Gremiums und auch den zahlreichen Zuhörern den Sachstand seit dem Kauf des Gasthauses ausführlich vor.

Die verschiedenen Fördermöglichkeiten für den weiteren Umgang mit der Immobilie habe man eingehend geprüft, wurde betont. Das Vorhaben sei für das Programm „Leader“ ausgewählt worden. Auch von Landrat Peter Dreier sei die Aktivierung des Wirtshauses zur Belebung des Ortsmittelpunktes und des sanften Tourismus sehr positiv bewertet und unterstützt worden. Wegen eventuell zu befürchtenten Einschränkungen bei den Ausschreibungen werde derzeit abgewogen, ob das Leader-Programm durchgezogen wird oder ein Ausstieg erfolge. Zwischenzeitlich habe sich nochmals eine Fördermöglichkeit aufgezeigt, die ebenfalls derzeit noch geprüft werde, hieß es weiter.

Seit dem Kauf des Wirtshauses sei viel geschehen. Die verschiedenen Fördermöglichkeiten habe man geprüft und viele vorbereitende Beschlüsse durch den Gemeinderat gefasst. „Es ist immer wieder klar und deutlich zum Ausdruck gebracht worden, dass nur eine Instandsetzung mit Erweiterung in Frage kommt, da ein Abbruch die Besonderheit dieses traditionellen Gebäudes zerstören würde“, erklärte die Bürgermeisterin. Wie auch die Auswahl des Gremiums im Leader-Programm bestätigt habe, sei eine Renovierung des alteingesessenen Dorfwirtshauses der richtige Weg. „Diesen Weg werden wir auch fortführen und nicht wieder neu anfangen“, bekräftigte die Bürgermeisterin. Wer würde auch für die bereits umfangreichen Planungsarbeiten und bereits entstandenen Kosten aufkommen?

Ein Zuhörer brachte den Einwand, dass auch das alte Schulhaus am Dorfplatz in Seifriedswörth für Wohnungen saniert worden sei und jetzt als „Schmuckstück“ neben dem Gasthaus stehe. „Da waren auch einige Bürger vor der Ausführung skeptisch.“ Mit dem Wirtshaus werde es genauso sein, dass es nach Fertigstellung der Renovierung als „Vorzeigeprojekt“ am Dorfplatz gegenüber der Kirche stehen werde. Die Wiederbelebung des leerstehehenden Gasthauses entspreche den Zielen der ländlichen Entwicklung, die Maßnahme leiste einen wichtigen Beitrag zur Innenentwicklung und trage zur Verbesserung des Dorfbildes bei, betonte die Bürgermeisterin. Durch die Schaffung eines Treffpunktes für die Dorfbewohner und Vereine könne die Dorfgemeinschaft gestärkt und die Lebensqualität gesteigert werden. Durch die Lage am Rottal-Radweg könnten auch Radtourismus und örtliche Radler profitieren

Zusammenfassend erklärte die Bürgermeisterin, dass im Gemeinderat viele vorbereitende Beschlüsse gefasst worden seien, die Planung stehe und der Bauantrag sei fertiggestellt und von allen Anliegern beziehungsweise fast dem ganzen Dorf unterschrieben. Die zu erwartenden Kosten seien bekannt. Wie auch bei der Generalsanierung der Schule Pauluszell habe man die Kosten einer Renovierung des bestehenden Gebäudes mit denen eines Neubaus verglichen. „Die zuständigen Stellen gaben die Information, dass bei einer Sanierung aktuell von einem Kubikmeterpreis mit 290 Euro und bei einem Neubau von einem Preis von 360 Euro (umbauter Raum) ausgegangen wird. „Diese Grundlage ist bei allen öffentlichen Bauten so üblich.“

Mit vielen ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern könnten die Baukosten sicherlich im Rahmen gehalten werden. „Leider können weitere Entscheidungen erst nach Abklärung der verschiedenen Punkte in der nächsten Sitzung getroffen werden. Zu den ehrenamtlichen Helfern kann gesagt werden, dass diese nach Abklärung durch den im Rathaus zuständigen Sachbearbeiter bei der Ausübung ihrer Tätigkeit versichert sind“, führte die Bürgermeisterin aus.

Dass Steuergelder und Zuschüsse immer gebraucht würden, stehe fest, da die Gemeinde kein Wirtschaftsunternehmen sei. Die Kosten seien im Haushalts- und Finanzplan berücksichtigt.

Auch ein Satzungsbeschluss für die Einbeziehungssatzung „Südlich am Altweg“ in Seifriedswörth wurde im Rahmen der Sitzung gefasst. Die Auslegung der Planunterlagen nach dem vorgeschriebenen Verfahren wurde ab dem 25. April für die Dauer eines Monats durchgeführt. Über die eingegangenen Stellungnahmen wurde bereits in der Sitzung vom 13. Juni 2016 beraten und eine entsprechende Abwägung beschlossen. Aufgrund der damals noch nicht vollständig überarbeiteten Begründung wurde der Satzungsbeschluss vertagt. Da die entsprechende Bearbeitung durch den Planer nun abgeschlossen ist, wurde dieser nachgeholt. Der Gemeinderat beschloss, die Einbeziehungssatzung als Satzung.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt erteilte der Gemeinderat zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Pauluszel das gemeindliche Einvernehmen.

Die Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses haben die Unterlagen des Jahres 2015 geprüft. Entsprechend den Vorgaben aus der überörtlichen Rechnungsprüfung wurde die Jahresrechnung mit einem umfassenden Rechenschaftsbericht erstellt. Der Gemeinderat stellte für das Haushaltsjahr 2015 die Entlastung fest.

Im Frühjahr 2016 wurde der Gemeinderat über die Einrichtung von kostenfreien Hotspots im Freistaat über das Programm BayernWLAN informiert. Bis Ende des Jahres 2017 sollen bayernweit 10?000 WLAN-Standorte für kostenlose Internetnutzung ausgebaut werden. Seit dem 5. Juli 2016 liegen vom BayernWLAN-Zentrum konkrete Zahlen für die Kosten vor und es können Anträge eingereicht werden. Der Freistaat Bayern unterstützt jede Kommune mit einem Betrag von bis zu 5000 Euro für zwei Standorte (pro Standort maximal 2500 Euro). Dieser Betrag deckt in der Regel die anfallenden Ersteinrichtungskosten. Der laufende, nicht unerhebliche, Betriebsaufwand ist allerdings von den Gemeinden zu bezahlen. Der Gemeinderat stellte die Entscheidung über die Einrichtung von Hotspots zurück, da derzeit kein geeigneter Standort und auch kein Bedarf gegeben scheint.

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