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Sitzung des Gemeinderates Wurmsham vom 13. Juni 2016 - Pressebericht

von Redaktion

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Zu Beginn der Sitzung besichtigte der Gemeinderat die neu eingerichtete Unterkunft für Asylbewerber im Gemeindehaus in Seifriedswörth.

Der zuständige Sachbearbeiter des Landratsamtes, Jakob Fuchs, hat die Unterkunft zwischenzeitlich abgenommen und sich recht positiv über die Einrichtung geäußert. Wenn die Räume von Asylbewerbern bezogen werden, wird der Helferkreis aktiviert. Wann Asylbewerber zugewiesen werden, steht derzeit nicht fest.

Bürgermeisterin Maria Neudecker berichtete, dass die Pläne für die Einbeziehungssatzung „Südlich Am Altweg – Seifriedswörth“ öffentlich auslagen. In der Sitzung wurden die eingegangenen Stellungnahmen behandelt.

Der nicht ausgebaute öffentliche Feld- und Waldweg „Kininger Feldfahrt“ soll eventuell einen neuen Wegverlauf erhalten. Die bestehende Widmung müsste dann eingezogen werden und der neue Straßenverlauf müsste als „Kininger Feldfahrt“ gewidmet werden. Der Entwidmung und der neuen Widmung müssen die Eigentümer zustimmen.

Die Wege in den gemeindlichen Friedhöfen Pauluszell und Seifriedswörth wurden hergerichtet. Im Friedhof in Seifriedswörth ist bisher kein Unkraut gewachsen. Im Friedhof Pauluszell dagegen kommt wieder Unkraut. Von der Firma Landschaftspflege Oischinger aus Lohkirchen liegt ein Angebot zur Wildkrautvernichtung vor. Diese Art der Unkrautbekämpfung mit Dampf kommt aber für Disteln nicht in Frage. Es wurde allgemein die Meinung vertreten, dass eine Beseitigung der Disteln nur per Handarbeit möglich ist. Die Bürgermeisterin wies darauf hin, dass bei der nächsten Bürgermeisterversammlung das Thema „Vorführung eines Unkrautvernichters durch den Maschinenring“ auf der Tagesordnung steht. Der Gemeinderat war damit einverstanden, dass dieses Thema bis dahin zurückgestellt wird. Spritzen mit Glyphosat kommt jedenfalls nicht in Frage, da dies gesundheitsgefährdend und deshalb verboten ist. Dritter Bürgermeister Siegfried Müller hatte am Polizeisicherheitsgespräch in Gerzen teilgenommen (die VZ berichtete). Er informierte den Gemeinderat über den Verlauf.

2. Bürgermeister Manuel Schott war mit den Feuerwehrkommandanten der Gemeinde Wurmsham bei der Kreisfeuerwehrversammlung in Aham. Er teilte mit, dass überörtlich ein Fahrzeug für den Katastrophenschutz angeschafft werden soll und hierfür ein geeigneter Einstellplatz gesucht wird. Die Feuerwehr Pauluszell habe Interesse signalisiert. Aus dem Gremium wurde auf mögliche Auswirkungen hingewiesen und der Gemeinderat vertrat die Meinung, dass eine konkrete Abklärung notwendig ist, ob und welche Folgelasten auf die Feuerwehr und die Gemeinde zu kommen würden.

Die Leader-Steuerkreissitzung fand im Rathaus in Essenbach statt. Dabei wurde auch die Wiederbelebung des leerstehenden Wirtshauses in Seifriedswörth zur Förderung ausgewählt. Dieses Vorhaben bekommt einen Zuschuss aus dem EU-Förderprogramm Leader. Die Bürgermeisterin betonte, dass die Planung entsprechend den Vorgaben vorangetrieben werden kann. Die Unterlagen müssen in den nächsten fünf Monaten eingereicht werden.

Bürgermeisterin Maria Neudecker teilte mit, dass von der im Gemeindehaus eingerichteten „Schenke“ wieder ein Erlös von 400 Euro erzielt wurde. Der Kreis der ehrenamtlichen Helfer hat sich dafür ausgesprochen, diesen Betrag einer vom Hochwasser im Raum Simbach betroffenen Familie zu spenden. Neudecker hat bereits Kontakt mit dem Bürgermeister der Gemeinde Triftern, Walter Czech, aufgenommen. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag von Bernhard Eglsoer, seitens der Gemeinde den Betrag auf 1000 Euro aufzustocken.

Die Bürgermeisterin verwies in diesem Zusammenhang auf die notwendigen Maßnahmen zum Hochwasserschutz, da die katastrophalen Beispiele in nächster Umgebung dies immer wieder bestätigen würden. Sie würdigte das Engagement von Berthold Riedel zum Thema „Bodenständig“ und die damit verbundenen Projekte zum Hochwasserschutz (Erosionen vermeiden und Bäche verbessern). Das Bestreben ist nun, dass die angedachten Maßnahmen am Gifthaler Bach, Brei- tenauer Bach und eventuell auch in Wurmsham vorangebracht werden. Nachdem gerade in letzter Zeit verstärkt auf die Wichtigkeit der vorhandenen Löschweiher hingewiesen wurde, ist es um so erfreulicher, dass der Löschweiher in Wies geräumt worden ist.

Wie bei der Genossenschaftsversammlung der VR-Bank bekannt gegeben wurde, soll die Geschäftsstelle in Wurmsham demnächst geschlossen werden. Dies führte zu großer Verärgerung und Unverständnis bei Kunden und der Gemeinde. Die Aussage, dass die VR-Bank Landshut „kerngesund“ und auf dem „richtigen Weg“ sei, wird vom Gemeinderat stark bezweifelt, wenn eine gut florierende Zweigstelle geschlossen werden muss.

Von Mitgliedern des Gemeinderates wurde berichtet, dass viele Kunden die VR-Bank verlassen werden. Absolut nicht akzeptiert werden könne, wenn nicht einmal ein Geldautomat und Kontoauszugsdrucker in der Zweigstelle Wurmsham aufgestellt werde. Gemeinderätin Anna Maier berichtete, dass von Wurmshamer Kunden eine Bürgerinitiative gegen die Auflösung in die Wege geleitet wurde.

Der Meinung des Gemeinderates, dass die Gemeinde einen Brief an die Geschäftsleitung der VR-Bank Landshut schreiben soll, ist die Verwaltung bereits nachgekommen.

Abschließend wurde der Wunsch verschiedener Bürger aus dem Wohngebiet „Am Wirtsacker“ übermittelt, einen Kinderspielplatz im Bereich der Erweiterung des Baugebietes zu errichten. Es seien mittlerweile zwölf kleine Kinder in dieser Siedlung. Entsprechende Flächen würden von den Eigentümern der noch nicht bebauten Grundstücke, Peter Kraxenberger und Jakob Limmer junior, zur Verfügung gestellt.

Es ist daran gedacht, einige kleinere Spielgeräte aufzustellen. Darüber müsse der Gemeinderat beraten, so Bürgermeisterin Maria Neudecker. Wenn die Geräte von der Gemeinde aufgestellt werden, wären die Eltern bereit, mitzuhelfen. Auch die Pflege des Spielplatzes könnten die Eltern erledigen. Grundsätzlich müsse aber, so die Verwaltung, vorher die haftungsrechtliche Seite abgeklärt werden.

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