Veröffentlichungen des Marktes Velden und der Verwaltung der VG
Neue Winterdienstmeldestelle an der B 388 in Kreuz
Die zwei grauen Kästchen und der Mast mit Kameras sind kein Blitzer, sondern eine Winterdienstmeldestation des Staatlichen Bauamts. Rund zwanzig unterschiedliche Daten misst die Einrichtung. Sie ist mit einem kleinen Windrad, mehreren Infrarotkameras und Fühlern sowie einer Sonde im Fahrbahnbelag ausgestattet. Im Fachjargon heißt die Station mit Stromanschluss „Glatteismeldeanlage" und gehört dem Staatlichen Bauamt Landshut.
Nach Mitteilung des Staatlichen Bauamtes erstellt die Station alle zehn Minuten ein Bild mit der Infrarotkamera. Gemessen werden unter anderem die Straßentemperatur oder die Temperatur der Fahrbahn auf fünf Zentimeter und auf 30 Zentimeter Tiefe. Dazu sind Sonden in die Fahrbahn eingelassen worden. Außerdem liefert die Station Daten zum Gefrierpunkt, den Wasserfilm, die Salzkonzentration, den Straßenzustand, die Sichtweite, die Niederschlagsintensität, den Luftdruck und Winddaten sowie die Lufttemperatur.
Zwölf Anlagen sind derzeit im Gebiet des Staatlichen Bauamts Landshut aktiv. Der Bauamtsbereich umfasst Teile des Landkreises Kelheim, Landshut und Dingolfing-Landau. Auf 920 Betriebskilometern sorgt das Staatliche Bauamt für befahrbare Bundes- und Staatsstraßen, auch im Winter. Dazu stehen dem Bauamt in seinen drei Straßenmeistereien 13 Räum- und Streufahrzeuge zur Verfügung. Unterstützt werden die Meistereien durch Fuhrunternehmen und angemietete Fahrzeuge. Punktuelle Messanlagen wie die neue Station in Kreuz helfen, Zeit einzusparen.
Die Mitarbeiter des Straßenbauamts könnten so schon frühmorgens schneller entscheiden, wo welche Maßnahmen nötig sind. Mit den Daten, wie kalt die Straße in fünf Zentimeter und in dreißig Zentimeter Tiefe ist, kann besser beurteilen werden, ob und wann mit Glatteis zu rechnen sei oder ob bereits erneut gestreut oder geräumt werden muss. So dienen die neuen Anlagen vor allem der schnelleren Entscheidungsfindung und sparen zahlreiche Fahrten ein, nicht aber die Mitarbeiter. Diese Daten weiter an das Wetteramt zu vermitteln, sei im Moment noch nicht vorgesehen.
Sechs punktuelle Erfassungen gibt es derzeit im Landkreis Landshut. Weitere sollen kommendes Jahr folgen. Bei der Installation neuer Anlagen werde auch darauf geachtet, dass Daten grenznaher Anlagen landkreisübergreifend im Verbund genutzt werden könnten.
Foto: Die neue Winterdienstmeldestation in Kreuz

