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Veröffentlichungen des Marktes Velden und der Verwaltung der VG

Sitzung des Marktgemeinderates Velden am 20. Juni 2012 - Pressebericht

Ein schweres Unwetter hat in der letzten Sitzung des Veldener Marktgemeinderates für eine Änderung der Tagesordnung gesorgt. Durch eine Reihe von Einsätzen waren die Einsatzkräfte der Veldener Feuerwehr gebunden, so dass die Besichtigung der neuen Drehleiter verschoben werden musste.
Symbol für Sitzungen

In einem ausführlichen Schreiben haben sich einige Bürgerinnen und Bürger über erhebliche Unannehmlichkeiten während des Volksfestes beklagt. Darin sind verschiedene Vorkommnisse vor allem am Marktplatz am 03., 04. und 07. Juni 2012 detailliert aufgelistet. Die Klagen richten sich vor allem gegen die Störung der Nachtruhe, Sachbeschädigungen, das „Wildbieseln" und Beleidigungen beim Versuch der Anwohner, auf die Nachtschwärmer einzuwirken. Ursache sind nach der Schilderung die lange Öffnung der Bar und die anschließende „After-Wiesen-Party". Durch die langen Öffnungszeiten der Lokale werden die Besucher in den Marktplatz gelockt. Die Lokale sind aber zu klein, um die vielen Besucher aufzunehmen, so dass sich das Treiben auf den Marktplatz verlagert. Die Beschwerdeführer fordern die Gemeinde zu Maßnahmen auf, um künftig derartige Geschehnisse zu verhindern.

 

Bürgermeister Babl und die Gemeindevertreter äußerten in einer Reihe von Redebeiträgen Verständnis für die Beschwerden. Die geschilderten Vorkommnisse sind nicht akzeptabel. Der Bürgermeister sicherte zu, die Angelegenheit in der nächsten Beratung des Haupt- und Finanzausschusses zur konkreten Entscheidung für Verbesserungsmaßnahmen vorzulegen. Er schlug, künftig während der Volksfesttage die Öffnungszeit der Lokale auf das Ende des Barbetriebs verkürzt werden. In diesem Zusammenhang informierte er über die in Abstimmung mit der Polizei erlassenen Betretungsverbote des Festplatzes an drei Jugendliche. In der Beratung wurde auch der gute Ruf des Veldener Volksfestes angeführt. In diesem Jahr war von der Besucherzahl her die Kapazitätsgrenze erreicht.

 

Zum Breitbandausbau informierte Bürgermeister Gerhard Babl, dass der Auftrag des Marktes Velden die Verlegung von zwölf Kilometer Leerrohren umfasst. Davon sind bereits zehn Kilometer eingebaut. Die Freigabe an die Telekom für die weiteren Veranlassungen erfolgt Ende Juni. Im Bereich zwischen Mariaberg und Eberspoint werden die Leerrohre in ca. zwei Wochen eingepflügt. Zwischen Pauluszell und Ruprechtsberg erfolgt die Kabelverlegung ab Juli im Zuge des Straßenausbaus. Alle Leerrohre wurden von der Telekom zur Verfügung gestellt. Zusammenfassend betrachtet sind die Leistungen der Gemeinde voll im Zeitplan. Mit der Deutschen Telekom besteht eine vertragliche Regelung zur Fertigstellung der Maßnahme innerhalb von zwölf Monaten ab Vertragsabschluss. Auf die Einhaltung dieser Vorgabe wird die Gemeinde drängen.

 

Zweiter Bürgermeister Oßner berichtete über die neuen technischen Möglichkeiten von Induktionsleuchten und LED-Leuchten mit einem erheblichen Einsparpotenzial. Darüber hat der Arbeitskreis Energiewende intensiv beraten. In Abstimmung mit der E.ON Bayern werden in der Nähe des Rathauses in zwei Straßenzügen diese neuen Leuchtmittel eingebaut, um vor Ort die Eignung der Sparlampen bewerten zu können. Der Test sollte sich über die Wintermonate erstrecken, damit die Qualität der Leuchten auch bei Frosttemperaturen ermittelt wird. Aufbauend auf diese Erkenntnisse und eine konkrete Amortisationsrechnung wird der Marktgemeinderat über das weitere Vorgehen beraten.

 

Im Tagesordnungspunkt kamen unter anderem die unterschiedlichen Haltungen einiger Gemeindevertreter zum Sinn der Investition in Photovoltaikanlagen und die neue Hackschnitzelheizanlage zur Sprache. Erneut kritisiert wurde der lange Zeitraum von der Meldung bis zur Entleerung des Altglascontainers in Obervilslern. Dazu wird sich der Bürgermeister nochmals mit dem zuständigen Landratsamt in Verbindung setzen.

 

Die Bürgermeister aus Velden und Wurmsham wurden Ende Mai von der Firma Abel Mobilfunk informiert, dass der für den Ausbau des Digitalfunks notwendige Sendemast mit einer Höhe von ca. 50 Meter im Staatsforst Eberspoint auf dem Gebiet des Marktes Velden geplant ist. Derzeit laufen die Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern als Eigentümer des Grundstücks. Anschließend wird ein Bauantrag eingereicht. Dieser wird dem Marktgemeinderat zur Entscheidung vorgelegt.

 

Am 04. Juni 2012 hat das Ingenieurbüro Geyer aus Regensburg den Abschlussbericht für die Gefährdungsabschätzung für Schutzgüter in der früheren Mülldeponie Am Doppl in Velden erstellt. Er umfasst etwa 200 Seiten. Als wichtigste Aussage ist enthalten, dass für die Nutzer des Spielbereichs keine Gefährdung besteht. Das Büro empfiehlt weitergehende Untersuchungen, da in den Proben Atrazin und polycyclische aromatische Wasserstoffe (PAK) festgestellt wurden. Atrazin ist generell im Grundwasser vorhanden, so dass zu ermitteln ist, ob dieses Mittel aus der Deponie kommt. Das Gutachten wird jetzt an das Landratsamt Landshut, das Wasserwirtschaftsamt Landshut und die Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern zur Prüfung des weiteren Vorgehens übersandt. Für den Markt Velden besteht durch die Einzahlung in den Fond bei eventuell notwendigen Veranlassungen ein begrenztes Kostenrisiko. Im nichtöffentlichen Teil wurden noch verschiedene Grundstücksangelegenheiten angesprochen und im Vollzug des Haushaltsplans Aufträge erteilt.

 

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